Alpentouren in Grindelwald (Berner Oberl.)

Datum/Zeit
12.08.2011 - 14.08.2011
0:00 - 23:59

Kategorien


Wir machen uns mal wieder auf nach Grindelwald, denn schließlich haben wir dort noch nicht alles gesehen…. Über die Wanderungen wird nach Anmeldung der Teilnehmer entschieden. Sollten auch wenigstens 2 Klettersteigfreunde dabei sein, lässt sich auch ein entsprechendes Klettererlebnis einbauen. Wie immer gilt, dass Art und Umfang der Touren vom Wetter abhängig sind und dass stets früh am Morgen aufgebrochen wird.

 

Wir werden wieder im sehr günstigen Mountain-Hostel nächtigen (ca. 37,-CHF pro Nacht), wo bereits ein 6-er-Zimmer für uns reserviert ist. Dies sollten wir auch voll bekommen, da sonst auch Fremde mit einquartiert werden können! Sollten sich mehr anmelden, dann bemühen wir uns um weitere Schlafgelegenheiten.

 

Länge: ca. 12-25km

Gesamtsteigung: unbekannt, oft steil und alpin

Schwierigkeitsgrad: meist 3-4; Klettersteige max. KS3

Bitte die Infos unter Wandern und OGays Alpin beachten! Anfragen an Ralf020Grindelwald_Schynige_Platte_-_First

 

Wenn Du möchtest, dann lässt Du Dich in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen. Du erhältst dann unverbindlich die detaillierten Einladungen zu ALLEN unseren Veranstaltungen mit genauen Zeiten usw. per E-Mail zugeschickt.

 

UND SO WARS: Insgesamt 5 Alpenfreunde machten sich auf, um die Welt der Eisriesen rings um Grindelwald zu erwandern und zu genießen. Da nur zwei Klettersteigfreunde darunter waren, fuhren diese bereits einen Tag früher an (Donnerstag, 11.8.2011), um am Freitag noch eine Klettersteigtour unternehmen zu können. Samstag und Sonntag gab es dann zwei Wanderungen für alle. Es war bei schönem Wetter mal wieder ein Erlebnis, in dieser wunderbaren Bergwelt zu sein!

 

1. Tag: Bei schönem Wetter und herrlichen Blicken auf Fischenhörner und Wetterhorn statteten wir abends der Grindelwaldschlucht zwischen Eiger und Mättenberg noch einen Besuch ab bevor wir es uns im Lokal „Marmorbruch“ gut gehen ließen.

 

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2. Tag: Klettersteig-Wandertour: Männlichen (2224m) – Kleine Scheidegg (2061m) – Station Eigergletscher (2320m) – Wart – Klettersteig auf den Rotstock (westlichster Teil der Eigernordwand, 2663m) – Station Eigergletscher – Station Wengernalp (1874m) – Trümmelbach (825m). Grad 4, Klettersteig KS3, 20km, 710m Steigung, 2040m Gefälle, 9.30h.

Mit der Seilbahn fuhren wir auf den Männlichen und wanderten dann den gemütlichen Weg bis zur Kleinen Scheidegg, immer das klassische Panorama von Eiger (3970m), Mönch (4107m) und Jungfrau (4158m) vor uns. Ab der Station Eigergletscher gings ein kurzes Stück den Eigertrail entlang, um dann im Bereich des als Rotstock bezeichneten Teiles der Eiger-Nordwand in die Senkrechte zu gehen. Nach knapp 1.30h Kletterei, die auch über eine etwa 100 jahre alte Leiter führte, welche noch aus der Bauzeit der Jungfraubahn stammte, erreichten wir das kleine Gipfelplateau des Rotstock. Von dort hatten wir nicht nur fantastische Blicke auf den mächtigen Eiger-Westpfeiler und die Eisriesen der Umgebung sondern auch noch auf das tief, tief unter uns liegende Grindelwald. Ein wahrlich erhebendes Gefühl! Der Abstieg erfolgte dann über die Felsplatten der unteren Eiger-Westflanke, deren Stufen zum Teil mit kleinen Fixseilen versichert waren. Danach gönnten wir uns ein wohlverdientes Mittagessen im Restaurant der Station Eigergletscher bevor es weiter über schöne Almwiesen zur Station Wengernalp ging und dann steil abwärts ins Lauterbrunnental nach Trümmelbach.

 

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3. Tag: Wandertour im hinteren Lauterbrunnental: Stechelberg (910m) – Trachsellauenen – Oberhornmoräne (2150m) – Oberhornsee (2065m) – Obersteinberg (1778m) – Stechelberg. Grad 4, 14km, 1300m Steigung und Gefälle, 10.00h.

Das ansonsten zwischen riesige senkrechte Felswände eingezwängte Lauterbrunnental ist in seinem hinteren Teil beinahe hufeisenförmig von zahlreichen Eisriesen umschlossen, darunter Jungfrau (4158m), Großhorn (3754m), Breithorn (3780m), Tschingelhorn (3562m) und Blüemlisalp (3661m). In diese wilde, sehr ursprüngliche und dank des Fehlens von Seilbahnen auch recht einsame Gegend zog es uns heute. Aus dem bewaldeten Talkessel ging es zunächst steil bergan bis wir erste Almen erreichten. Vor uns leuteten die ganze Zeit weiß das Breithorn und das Tschingelhorn. In größerer Höhe dann führte der Pfad über zahlreiche alte Moränenhügel. Von hier gab es immer wieder die schönsten Blicke auf die nun sehr nahen schneebedeckten Eisriesen, deren weit hinab reichende Gletscher zum Greifen nahe schienen – eine Bilderbuchlandschaft, die durch den blauen Himmel und die zahlreichen Bergblumen einfach nur als traumhaft bezeichnet werden konnte. Am Oberhornsee machten wir eine Rast und gingen dann langsam wieder abwärts zum Alphotel Obersteinberg, wo uns ein deftiges leicht verspätetes Mittagessen erwartete. Danach machten wir uns wieder an den steilen Abstieg ins Tal, nun immer die Jungfrau auf unserer rechten Seite. Unten angekommen ließen wir es uns nicht entgehen, noch die berühmten Trümmelbachfälle zu besichtigen. Der Trümmelbach entwässert die Gletscher von Eiger, Mönch und Jungfrau und zwängt sich mit zahlreichen abenteuerlichen Wasserfällen im Innern des Berges kurz vor dem Eintritt ins Lauterbrunnental durch eine höhlenartige Schlucht wie man sie sich enger kaum vorstellen kann.

 

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4. Tag: Wandertour zum Unteren Grindelwaldgletscher: Pfingstegg (1391m) – Bäregg (1772m) – Pfingstegg – Breitlouwina – Milchbach (1348m) – Hotel Wetterhorn (1230m). Grad 3, 8km, 400m Steigung, 550m Gefälle.

Am letzen Tag machten wir noch eine kleinere Tour zum Unteren Grindelwaldgletscher. Mit der Gondel ging es auf die Pfingstegg, von wo wir oberhalb der Grindelwaldschlucht immer mit Blick auf die Eiger-Ostflanke und die im Hintergrund thronenden Fischenhörner (4049m) zur Bäregg-Hütte wanderten. Von dort bot sich eine wunderbare Sicht auf die hinter dem eiger liegenden Gletscher. Auch der bekannte neu entstandene See auf dem Unteren Grindelwaldgletscher und der jüngst erfolgte Abbruch von der Ostegg waren zu sehen. Wieder zurück an der Pfingstegg wanderten wir weiter zum Hotel Wetterhorn mit kurzem Blick auf den oberen Grindelwaldgletscher. Nach gemütlicher Einkehr war unsere schöner Kurzurlaub schon wieder zu Ende und wir traten den Heimweg an.

 

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