Alpentouren in Klosters (Graubünden)

Datum/Zeit
22.06.2012 - 27.06.2012
0:00 - 23:59

Kategorien


Klosters liegt im Prättigau ganz im Osten des schweizer Kantons Graubünden auf knapp 1200m. Der mondäne Nachbarort Davos dürfte vielen ein Begriff sein. Die meist unvergletscherten Berge der Umgebung ragen so etwa 2500 bis knapp 3000m in die Höhe und bieten unzählige Möglichkeiten für Wandertouren aller Schwierigkeitsgrade. Schon 2011 waren wir da und es war so schön, dass wir auch 2012 das tolle Hotelangebot wieder nutzen wollen. Ende Juni ist da übrigens noch kaum etwas los und in der Bergen herrscht purer Frühling.

 

Grundsätzlich bieten wir wetterabhängig Ganztagestouren an, bei denen früh aufgebrochen wird. Wer aber an einem Tag mal nicht so lange unterwegs sein möchte, findet auch genug kürzere Wandermöglichkeiten oder ein Schwimmbad. Sehr viele (nicht alle!) Seilbahnen und Busse der näheren Umgebung von Klosters und Davos und die Rhätische Bahn zwischen Klosters und Filisur sind für uns kostenlos (d.h. im Übernachtungspreis inbegriffen).

 

Wir haben in Klosters in der Sport-Lodge ein sehr günstiges 8-er-Zimmer für uns reserviert (siehe Bilder), das wir mit mindestens 4 Personen (65,-CHF pro Nacht und Person) belegen müssen (2 Einzelbetten und 3 rustikale Holz-Hochbetten, Sitzecke mit Kabel-TV, Badezimmer mit 2 Duschen und separatem WC. Haarfön. Größe 40m2. Schöne Dachterrasse mit Blick auf die Gotschna). Es können sich auch mehr als 8 Teilnehmer anmelden. Diese müssten dann aber auf teurere (80,-CHF) Doppelzimmer ausweichen. Anfahrt ist mit privaten PKW (Fahrgemeinschaften) am Freitag Nachmittag. Rückfahrt am Mittwoch am frühen Abend. Auf diese Weise haben wir 5 volle Wandertage!

 

KlostersSportLodge

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KlostersGruppenzimmer1

Länge: ca. 12-25km

Gesamtsteigung: unbekannt, oft steil und alpin

Schwierigkeitsgrad: meist 3-4 bei Ganztagestouren

Bitte die Infos unter Wandern und OGays Alpin beachten! Anfragen an Ralf

 

UND SO WAR’S: Zu fünft haben wir uns nach Klosters aufgemacht und es wie beim ersten Mal in keinster Weise bereut. Das Wetter hätte zwar etwas besser sein können und es lagen diesmal auch noch wesentlich mehr Schneereste als im Juni 2011, so dass wir in die ganz hohen Berge südlich von Davos nicht vordringen konnten, trotzdem haben wir aber wunderschöne Touren gemacht und waren uns einig, nicht zum letzten Mal hier gewesen zu sein.

 

Am 23.6. wollten wir von der Schatzalp oberhalb Davos einmal rund um die Mederger Flue laufen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse (dichter Nebel) und einiger sehr steiler Schneefelder haben wir aber am sogenannten Tritt beschlossen, umzukehren und zum Strelapass zu laufen. Von dort ging’s dann wieder hinunter zur Schatzalp. Auf dieser Tour hat es uns zwar etwas an Fernsicht gemangelt, jedoch konnten wir uns an zahllosen alpinen Frühlingsblumen erfreuen, die der Kälte und den Unbillen des Wetters trotzen. Das absolute Highlight war aber ein Murmeltier, das sich ganz ohne Scheu ausgiebig von allen Seiten ablichten ließ und regelrecht für die Fotografen posierte. So etwas hatten wir bis dahin noch nicht erlebt!

 

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Am 24.6. war das Wetter hervorragend und wartete mit einem strahlend blauen Himmel auf uns. Eine gute Gelegenheit, von Partnun aus die Sulzfluh zu umrunden. Die Strecke verlangte uns Einiges an Kondition ab, belohnt wurden wir aber durch tolle, blüten- und abwechslungsreiche Berglandschaften. Zwei Pässe galt es zu überwinden und jedes Mal zeigten sich uns die zum Teil etwas an die Dolomiten erinnernden Berge in anderem Gewand. Den Abschluss bildete dann bei leider beginnendem Regen eine kleine Ruderpartie im Partnunsee. 17km, 1400m Steigung und Gefälle, Schwierigkeitsgrad 4.

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Am 25.6. war es morgens sehr regnerisch. Zum Glück besserte sich das Wetter im Laufe des Tages aber ein wenig, so dass der Nachmittag immerhin trocken war. Wir fuhren mit Bahn und Bus nach Monstein-Dorf, um eine Eisenbahnwanderung zu machen, die uns immer wieder interessante Ausblicke auf die in der abenteuerlichen Zügenschlucht verlaufenden Rhätischen Bahn gab. Von Monstein wanderten wir zunächst nach Jenisberg, wo wir in einer kleinen Hütte einkehrten. Dann ging es weiter nach Filisur. Unterwegs fanden wir nicht nur Frauenschuh sondern konnten auch aus der Ferne das berühmte Wiesener Viadukt bestaunen. Von Filisur fuhren wir dann mit der Bahn nach Wiesen, überquerten das Wiesener Viadukt und schauten uns die kleine Ausstellung zum Bau dieses grandiosen Bauwerks im Bahnhof an. Dann wanderten wir weiter nach Monstein-Bahnhof, immer durch die tief eingeschnittene Schlucht mit ihren steilen Felswänden und tosenden Wassern. Dabei gab es so manch spektakulären Blick auf die Rhätische Bahn, die hier durch zahlreiche Tunnels verläuft. Zum Abschluss kehrten wir noch beim Bahnhof Monstein ein. 17km, 500m Steigung, Schwierigkeitsgrad 3.

 

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Der 26.6. war komplett verregnet. Die Sendera Ruinaulta – der Weg durch die Schlucht des Vorderrheines – stand auf unserem Programm. Wir fuhren mit dem Auto nach Ilanz. Von dort nahmen wir den Zug bis zur Station Trin. Dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch die imposanten Schluchten, die der wilde Fluss hier nach dem Flimser Bergsturz vor ca. 10.000 Jahren ausgewaschen hatte. Damals waren über 10.000 Millionen Kubikmeter Fels zu Tal gestürzt. Dieses wurde dabei durch einer mehrere hundert Meter dicke Schuttmasse auf über 50qkm verschüttet und der Rhein aufgestaut. Im Laufe der Jahre bahnte sich der Fluss dann seinen Weg durch die Felsmassen und schuf so die Rheinschlucht oder Ruinaulta. Trotz des Regens ein tolles Erlebnis in einer Landschsaft wie man sie sonst aus den Alpen nicht kennt! 20km, 350m Steigung, Schwierigkeitsgrad 2-3.

 

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An unserem letzten Tag, dem 27.6. schien dann endlich wieder mal die Sonne! Wir fuhren mit der Seilbahn auf die Madrisa und wanderten dann übers Schaffürggli zum Schlappiner Spitz. Von hier gab’s eine tolle Aussicht auf das Madrisahorn und auch nach Östereich. Steil ging es dann bergab durch Alpenrosenfelder zum Walserdorf Schlappin am gleichnamigen See gelegen. Hier kehrten wir gemütlich im Gasthaus Gemsli ein und liefen dann noch hinunter nach Klosters-Dorf. Danach war unser schöner Urlaub schon zu Ende und wir fuhren noch nach Hause! 15km, 800m Steigung und 1550m Gefälle, Schwierigkeitsgrad 4.

 

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