Alpentouren in Klosters (Graubünden)

Datum/Zeit
07.09.2013 - 12.09.2013
0:00 - 23:59

Kategorien


Klosters liegt im Prättigau ganz im Osten des schweizer Kantons Graubünden auf knapp 1200m. Der mondäne Nachbarort Davos dürfte vielen ein Begriff sein. Die meist unvergletscherten Berge der Umgebung ragen so etwa 2500 bis knapp 3000m in die Höhe und bieten unzählige Möglichkeiten für Wandertouren aller Schwierigkeitsgrade. Schon 2011 und 2012 waren wir da und es war so schön, dass wir auch 2013 das tolle Hotelangebot wieder nutzen wollen. Zur Abwechslung haben wir uns allerdings diesmal nicht für einen Frühjahrs- sondern für einen Herbsttermin entschieden. Wir planen diesmal, auch die eine oder andere Tour im Engadin zu unternehmen, das recht einfach und schnell mit der Bahn über den Vereinatunnel oder (etwas weiter entfernt) den Albulatunnel erreichbar ist.

 

Grundsätzlich bieten wir wetterabhängig Ganztagestouren an, bei denen früh aufgebrochen wird. Wer aber an einem Tag mal nicht so lange unterwegs sein möchte, findet auch genug kürzere Wandermöglichkeiten oder ein Schwimmbad. Sehr viele (nicht alle!) Seilbahnen und Busse der näheren Umgebung von Klosters und Davos und die Rhätische Bahn zwischen Klosters und Filisur sind für uns kostenlos (d.h. im Übernachtungspreis inbegriffen).

 

Wir haben in Klosters in der Sport-Lodge ein sehr günstiges 5-er-Appartment für uns reserviert, das wir mit mindestens 4 Personen (65,-CHF pro Nacht und Person; Sonderpreis für uns als Stammkunden!) belegen müssen (im EG mit direktem Zugang zum Garten, 2 Zimmer, Flur, Kühlschrank, Dusche, WC, max. 5 Personen). Es können sich auch mehr als 5 Teilnehmer anmelden. Diese müssen dann aber auf andere Zimmer ausweichen (DZ 70,-CHF pro Person, EZ 80,-CHF). Anfahrt ist mit privaten PKW (Fahrgemeinschaften) am Samstag früh. Rückfahrt am Samstag am frühen Abend. Auf diese Weise haben wir 7,5 Wandertage!

 

KlostersSportLodge

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Länge: ca. 12-25km

Gesamtsteigung: unbekannt, oft steil und alpin

Schwierigkeitsgrad: meist 3-4 bei Ganztagestouren

Bitte die Infos unter Wandern und OGays Alpin beachten! Anfragen an Ralf

 

Wenn Du möchtest, dann lässt Du Dich in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen. Du erhältst dann unverbindlich die detaillierten Einladungen zu ALLEN unseren Veranstaltungen mit genauen Zeiten usw. per E-Mail zugeschickt.

 

UND SO WAR’S: Zu viert haben wir uns nach Klosters auf den Weg gemacht und es trotz des zum Teil schon sehr herbstlichen Wetters nicht bereut. Da der erste Tag wettertechnisch der letzte Sommertag des Jahres war, sind wir von Offenburg schon ganz früh los gefahren, um bereits um 9.00 in Preda zu unserer ersten Wanderung zu sein.

 

Unser Ziel: der Igl Compass (3016m) – Grad 4, 15km, 1250m Steigung. Vom Bahnhof in Preda (1789m), direkt am Nordportal des Albulatunnels, ging es zunächt durch Wald recht steil und schweißtreibend aufwärts. Bald erreichten wir die Alp Zavretta (2271m). Von nun an hatten wir den mächtigen Piz Ela immer im Rücken während vor uns ein Hochtal mit Wiesen und später nur noch Schutthalden lag, eingerahmt am Horizont links vom Piz Üertsch und rechts von unserem Ziel, dem Igl Compass. Auf der Fuorcla Zavretta (2890m) machten wir noch eine kleine Pause, dann ging es weiter auf den Gipfel. Die Ausblicke hier auf über 3000m in die Berge der näheren und weiteres Umgebung waren atemberaubend! Nach ausgiebiger Rast machten wir uns an den Abstieg zum Albulapass (2312m), wo wir gemütlich bei Kaffe und Kuchen einkehrten und sogar noch ein Alphornständchen bekamen. Dann ging’s weiter und wir stiegen über den Lai da Palpuogna (1918m) wieder nach Preda ab, wo am Bahnhof wieder Alphorn gespielt wurde. Was für ein Empfang! Wir fuhren dann noch weiter nach Klosters und quartierten uns erst mal in der Sport-Lodge ein.

 

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Am nächten Tag hat das Wetter dann richtig herbstlich zugeschlagen und wir machten eine erste kleinere Tour im Engadin: von Lavin über Guarda nach Ardez – Grad 3, 16km, 750m Steigung. Durch den Vereinatunnel waren wir im Nu mit dem Zug in Lavin (1432m). Unser erstes Etappenziel war Guarda (1653m), ein wunderschönes Dorf mit fast ausschließlich schön erhaltenen und wunderbar bemalten und verzierten engadiner Häusern. Von dort wanderten wir zur Alp Suot (2027m) in der Hoffnung, dort einkehren zu können und den Blick auf den weiter hinten im Tal gelegenen Piz Buin genießen zu können. Leider war aber keiner da und der berühmte Berg hüllte sich auch in Wolken. So wanderten wir bald weiter und hatten dann auf der Alp Sura (2118m) Glück: Trotz Regens wurde draußen (wir saßen unter einem Schirm) leckerer Kaiserschmarren serviert! Beim Abstieg über Munt nach Ardez kam dann endlich die Sonne heraus. Bis unser Zug kam, spazierten wir noch ein wenig duch Ardez, das auch viele schöne engadiner Häuser hat.

 

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Am dritten Tag goss es den ganzen Vormittag in Strömen, so dass wir erst mittags mit dem Auto losfuhren und dann aber den ganzen restlichen Tag wunderbarstes, sonniges Wanderwetter hatten! Unser Ziel war die Umrundung der Schijenflue bei St. Antönien: Grad 3, 14km, 750m Steigung. Von Partnun (1655m) ging es über schöne Almwiesen zunächt ordentlich bergan zur Engi (2027m), links von uns immer die mächtigen und steil emporragenden Kalkfelswände der Schijenflue. Bald erreichten wir die – immer noch bergige – Hochebene und überquerten den Plasseggenpass (2354m) nach Österreich. Unterwegs begegneten uns immer wieder Murmele! Bald sahen wir den Tilisunasee und erreichten die gleichnamige Hütte (2208m), wo wir erst mal zünftig einkehrten. Bei schon tief stehender Sonne stiegen wir zum Partnunsee hinab, bei dem es allerdings im Gegensatz zu 2012 nichts zu rudern gab, da die Boote vom Regen völlig abgsoffen waren. Entschädigt wurden wir aber durch Alpenglühen in den Felswänden der Schijenflue. Es war eine wunderschöne Tour!

 

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Nachdem das Wetter am vierten Tag wieder komplett auf Regen gepolt war, gab es die obligatorische Eisenbahnwanderung, diesmal aber gingen wir nicht wie in den vergangenen Jahren durch die Zügenschlucht, sondern wir wollten den Bahnlehrpfad der Albulabahn zwischen Preda (1789m) und Bergün (1373m) erwandern. Grad 2, 6km, ca. 400m Gefälle. So fuhren wir mit dem Zug nach Preda. Die Albulabahn ist ein architektonisches Meisterwerk und gehört zum UNESCO-Welterbe. Der Weg führt immer mehr oder weniger an der gebirgigen Strecke entlang mit ihren Viadukten, Tunnels, Kehren und vor allem Spiralen! An den interessanten Punkten stehen hervorragende Infotafeln, die einem alles Wisserswerte vermitteln. In Bergün besichtigten wir dann noch das Eisenbahnmuseum, in dem es unter anderem einen fast perfekten Nachbau der Strecke gibt.

 

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Am fünften Tag war wieder Engadin angesagt, da das Wetter besser sein sollte je weiter man nach Süden kam. Wir fuhren mit dem Zug nach Scuol. Da die Berge nördlich von Scuol, wo wir eigentlich laufen wollten, wolkenverhangen waren, auf der Südseite des Inntales aber die Sonne schien, planten wir spontan um. Wir wollten erst das Schloss Tarasp (1499m) besichtigen, eine ebenso berühmte wie markante Anlage, die auf einem Hügel mitten im Inntal thront. Schon vom Zug aus konnten wir sie sehen. Also fuhren wir mit dem Postbus hin, mussten aber vor Ort feststellen, dass nur nachmittags Besichtigungen möglich waren. Doch zum Glück war noch eine Schulklasse da, die vorgebucht hatte, und so konnten wir uns auf  Nachfrage bei den sehr freundlichen Lehrern der geführten und sehr lohnenden Tour inklusive Orgelspiel in einem Festsaal mit beeindruckender Akustik anschließen. Danach wanderten wir zum Lai Nair (1560m), einem Moorsee, und weiter durch wunderschöne Wälder zum Gasthaus Avrona (1449m), wo wir äußerst lecker verpflegt wurden. Weiter stiegen wir in die Clemgia-Schlucht (1370m) hinab und durchwanderten die atemberaubende Naturkulisse bis wir den Inn erreichten, überquerten ihn auf deiner riesigen Brücke und waren wieder in Scuol (1198m), das wir dann noch ausgiebig besichtigten. Auch hier gab es wieder viele engadiner Häuser zu bewundern. Grad 1, 9km, 250m Steigung. An unserem letzten Abend gönnten wir uns bei Klosters noch ein besonderes Lokal, das Gotschna in Serneus, in dem auch schon die britischen Königs ab und zu abzusteigen pflegen. Dort gabs sogar Gams, was äußerst lecker war! Eine gute Empfehlung von unserer Wirtin, Frau Wolf.

 

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Nachdem am letzten Tag wieder Regen angesagt war, beschlossen wir, keine Wanderung mehr zu machen sondern auf der Heimfahrt noch die Via-Mala-Schlucht zu besichtigen und der Stadt Chur einen Besuch abzustatten, was beides auch äußerst interessant war. Es war trotz des Wetters eine wunderschöne Zeit und wir haben spontan beschlossen, im nächten Jahr wiederzukommen – diesmal aber im Sommer.

 

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