Alpentouren rund um Lugano (Tessin)

Datum/Zeit
29.05.2013 - 02.06.2013
0:00 - 23:59

Kategorien


Eisenhut_19Das Tessin ist der südlichste Kanton der Schweiz. Hier treffen die Alpen auf mediterran beeinflusstes Klima und so findet man eine abwechslungsreiche, exotische Mischung aus palmenbestandenen Parks und Gärten, Kastanienwäldern, schroffen Gipfeln, tiefen Badeseen sowie südländischer Lebensweise und Architektur. In dieses Wanderparadies, das viele leider nur auf der Durchreise vom Gotthard zum Mittelmeer durchfahren, begeben wir uns auf unserer fünftägigen Tour. Ende Mai hat in den Orten an den Seen bereits der Frühsommer Einzug gehalten während wir oben in den sie umgebenden Bergen den vollen Frühling erleben können. In Lagen über 2000m Höhe herrscht unter Umständen auch noch Winter, so dass wir diese meiden werden. Wir fahren am Mittwoch in Offenburg sehr früh los, um den Tag noch im Tessin nutzen zu können (Wanderung im Verzascatal). Nebenstehendes Bild zeigt die Ausläufer von Locarno am Lago Maggiore zur Magnolienblüte im März. Rechts im Hintergrund ist noch die riesige Staumauer am Ausgang des Verzascatales zu erkennen. Auch wenn wir nicht in Locarno wohnen werden, so ist das Bild doch typisch für die Landschaft, die wir erleben werden: Städte nah an Berg und See mit einer Kombination aus wilder Natur und exotischen Pflanzen.

 

HotelMontarinaLugano

Unser „Basislager“ für Tagestouren in die nähere und weitere Umgebung (Rund um den Luganer See sowie evtl. am Lago Maggiore bzw. im Verzascatal) ist die am gleichnamigen See gelegene Stadt Lugano. Hier haben wir unsere Unterkunft zentrumsnah in einer alten, renovierten Villa, die in einem schönen Park gelegen ist – das Hotel Montarina (Bild rechts). Für uns sind Zimmer der Kategorie „Antique“ reserviert (CHF 120,- pro Nacht für 2 Personen). Es handelt sich hier um eine einzigartige Zimmerkategorie in der alten Hauptvilla nur mit mit fließend Wasser. Diese Zimmer sind im restaurierten Originalzustand und bieten ein besonders romantisches Ambiente. Dusche/WC werden auf der Etage gemeinsam genutzt. Alternativen: Kategorie „Comfort“ (moderne Zimmer in der Dependance mit eigener Dusche/WC/Kühlschrank/TV für CHF 140,- pro Nacht für 2 Personen) oder „Backpackers“ (im Jugendherbergsstil für ca. CHF 30,- pro Nacht pro Person). Hinzu kommt immer das Frühstücksbuffet für CHF 15,-. Die Benutzung des hauseigenen Pools im Garten ist inklusive.

 

Paeonia_officinalis_Sasso_Gordona2Mögliche Touren:

 

Auf den Monte Generoso (1701m), den Blumenberg der Schweiz: prächtige Ausblicke über den Luganer See, auf die Eisriesen der Alpen und wilde Pfingstrosen in Blüte (siehe Bild links) neben einer interessanten Begleitflora, zu der  mit etwas Glück auch noch Narzissen gehören – 15km, 1180m Steigung und Gefälle, Schwierigkeitsgrad 4

 

Monte Tamaro (1961m): klassische Gipfelgratwanderung zwischen Lago Maggiore und Lago di Lugano, herrliche Tiefblicke nach allen Seiten – 14km, 870m Steigung und Gefälle, Schwierigkeitsgrad 4

 

Von San Salvatore (882m) nach Morcote (272m): alte Kirchen und Dörfer zwischen den Armen des Luganer Sees, mit Parco San Grato (größte Rhododendron-Sammlung der Region), Parco Scherrer (Architektur und Kunst eingebettet in mediterran-exotische Vegetation), fantastischen Blicken und Schifffahrt von Morcote nach Lugano – 9km, 210m Steigung und 820m Gefälle, Schwierigkeitsgrad 1-2

 

Durchs Verzascatal von Brione (756m) über Mergoscia (731m) nach Diga Verzasca (474m): Felsen, Wälder, kristallklares Wasser in perfekt geschliffenen Steingumpen, alte Steinbrücken und romantische Dörfer – 18km, 300m Steigung und 640m Gefälle, Schwierigkeitsgrad 2

 

Cima di Fojorina (1809m): entlang der Grenze zu Italien von Gipfel zu Gipfel mit viel Aussicht und Blumen – 15km, 1000m Steigung und Gefälle, Schwierigkeitsgrad 4

 

 

Bitte die Infos unter Wandern und OGays Alpin beachten! Anfragen an Ralf

 

UND SO WAR’S: 7 Wanderfreunde haben sich zusammen auf den Weg gemacht und wunderschöne Tage erlebt! Zunächt einmal mussten wir uns sowohl auf der Gotthardnord- wie auf der -südseite duch Schneegestöber kämpfen. Am Lago Maggiore goss es dann in Strömen, so dass wir nicht wie geplant ins Verzascatal fuhren sondern uns nach Vairano begaben, um die dortige Bauschule Eisenhut mit ihrem wunderschön über dem Lago Maggiore gelegenen botanischen Garten anzuschauen, welcher voller Magnolien, Kamelien und Rhododendron ist.

 

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Am Nachmittag fuhren wir dann nach Lugano, bezogen unsere antiken Zimmer im wirklich schön gelegenen Hotel Montarina, erkundeten den herrlichen Park ums Haus herum, und da das Wetter mittlerweile wieder trocken war, machten wir uns zu Fuß auf, um Lugano anzuschauen. Dabei kamen wir bis weit über die Stadt hinaus nach Gandria, einem romantischen Fischerdörfchen am Lago di Lugano. Zurück ging es mit dem Bus, da leider keine Boote mehr fuhren.

 

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Am nächsten Tag stand strahlender Sonnenschein auf dem Programm! Wir liefen von Lugano nach Morcote – Grad 1-2, 9km, 210m Steigung und 820m Gefälle. Zunächst fuhren wir vom luganeser Stadtteil Paradiso (277m) mit der Standseilbahn auf den San Salvatore (882m) hinauf, dessen Form und Aussicht einen ein wenig an den Zuckerhut Rio de Janeiros erinnern. Von dort oben genossen wir einen fantastischen Ausblick auf den See und die Berge der Umgebung. Wir wanderten dann über Carona (610m) zum Parco San Grato, der auf einem Bergrücken die größte Rhododendronsammlung der Region beherbergt und durch den der Wanderweg gleich durch geht. Auch von hier gab es wieder wunderbare Blicke in die Umgebung bevor es weiter über die Alpe Vicania (659m) bis nach Morcote (272m) ging, einem traumhaft am See gelegenen alten Städtchen. Mit dem Bus fuhren wir wieder zurück nach Lugano.

 

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Am dritten Tag fuhren wir nach Muggio, um von dort aus den Monte Generoso zu besteigen – Grad 4, 15km, 1180m Steigung. Zunächst ging es durch Wald und über Almen. Ab und zu begegnete uns mal ein halb verfallenes Bauernhaus, wir sahen eine Nevera (rundes Gebäude, um dort Schnee und Eis bis in den Sommer hinein aufzuheben) und einen Vogelfangturm – und Narzissen, die noch in voller Blüte standen, da der Winter sich in diesem Jahr ja sehr spät verabschiedet hatte. Bei Bellavista (1221m) stießen wir auf die zum Gipfel des Monte Generoso führende Zahnradbahn, an der es nun immer entlang ging. Auf den Almen um den Gipfel (1701m), der wirklich eine schöne Aussicht bot, war die Vegetation noch kaum erwacht und so konnten wir leider auch nicht die erhofften und normalerweise zu dieser Zeit blühenden wilden Pfingstrosen bewundern. Die Pflanzen wuchsen zwar an vielen Stellen, doch zeigten sie bestenfalls Blütenknospen. Der Abstieg erfolgte über die Alpe Genor (1275m), auf der uns eine Gams begegnete, und durch verwunschene Kastanienwälder mit uralten Bäumen wieder nach Muggio. Hier statteten wir dem Ristorante Stella einen Besuch ab. Die Wirtsleute waren in dem verschlafenen Nest so gar nicht auf Speisegäste eingestellt, zauberten uns dann aber nach längeren Überlegungen noch eine wunderbare Pasta.

 

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Am vierten Tag stand die berühme Gipfelgratwanderung vom Monte Lema zum Monte Tamaro auf unserem Programm – Grad 4, 14km, 870 m Steigung. Wir fuhren von Miglieglia aus mit der Gondel auf den Monte Lema (1620m), von dem wir erst mal die Aussicht auf den Lago Maggiore genossen. Auf dem Gipfelgrat ging es dann den ganzen Tag in ständigem Auf und Ab und mit wunderbaren Tiefblicken zu beiden Seiten zum Monte Tamaro (1961m) und hinunter zur Alpe Foppa (1527m), wo’s erst mal eine Stärkung gab, bevor wir mit der Seilbahn nach Rivera fuhren, von wo uns der Bus wieder zu unserem Ausgangspunkt brachte. Nach dem wie immer in einem schönen Lokal eingenommenen Abendessen machten wir noch einen Bummel durch das prächtig erleuchtete Lugano.

 

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Am letzten Tag wurde das Frühstück wieder wie meist draußen im herrlichen Park unseres Hotels eingenommen. Wir genossen noch ein letztes Mal das paradiesisch anmutende subtropische Ambiente. Danach fuhren wir an die Verzasca-Staumauer oberhalb des Lago Maggiore. Von dort brachte uns der Postbus nach Brione. Wir wollten von Brione über Corippo und Mergoscia wieder zurück laufen – Grad 2, 18km, 300m Steigung und 640m Gefälle. In Brione (756m) besichtigten wir erst noch die alte Kirche und machten uns dann auf den Weg immer der Verzasca entlang, die durch ihre glatt geschliffenen Felsen und das kristallklare, türkisgrüne Wasser begeisterte. Unterhalb der berühmten mittelalterlichen Brücke bei Lavertezzo (536m) gingen zwei besonders Mutige von uns sogar im eiskalten Wasser baden – immerhin war in über 2000m Höhe die Schneeschmelze noch im vollen Gange! Nachdem wir uns in einer Wirtschaft gestärkt hatten, marschierten wir weiter zum romantischen Dörfchen Corippo (563m), wo’s auf einer Terrasse noch das Dessert gab – Esskastanienpudding! Nach einigen weiteren Kilometen und wunderschönen Tiefblicken auf den Lago di Vogorno kamen wir schließlich nach Mergoscia (731m) und wieder an die Staumauer nach Viga di Verzasca (474m). Nun hieß es, wieder nach Hause zu fahren! Es waren wunderschöne Tage und der Entschluss, wieder ins Tessin zu gehen, wurde auch sogleich gefasst!

 

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