Alpine Höhlenbiwaktour ins Hölloch (Schwyz)

Datum/Zeit
04.02.2012 - 05.02.2012
0:00 - 23:59

Kategorien


Für die Freunde abenteuerlicher alpiner Unternehmungen gibt es vom 4.-5. Februar 2012 einen besonderen Leckerbissen: Wir steigen mal nicht zum Gipfel hinauf sondern hinab! Eine zweitägige Wanderexpedition führt uns in die Tiefen des Höllochs, der größten Höhle Europas. Sie liegt in der Nähe von Schwyz in der Schweiz.

Das ist eine ganz besondere Erfahrung unter fachkundiger Führung. Eine geheimnisvolle und zauberhafte Welt im Karst erwartet uns. Es wird auch in der Höhle in einem Biwak übernachtet. Mehr Infos findet Ihr auf der Webseite des Veranstalters oder bekommt diese bei Ralf .

Die Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen haben wir bereits zusammen! Ab 8 Pesonen wird die Gruppe in der Regel geteilt.

Voraussetzungen:
# Wandern unter Tage in alpinem Gelände ohne fest angelegte Wege
# keine chronische Platzangst
# etwas beweglich (geistig und körperlich) und sportlich sollte man schon sein
# es kann zwar mal eine Leiter zu überwinden sein oder sicherheitshalber wird ein Klettersteigset benutzt, spezielle Kletterkenntnisse sind aber keine nötig
# Einfügen über 2 Tage in eine Gruppe
# Wie bei allen OGays-Touren mit Übernachtung müssen die Teilnehmer uns bereits persönlich bekannt sein! In Zweifelsfällen entscheidet wie immer der Tourleiter.

Mit dabei:
# versierter Höhlenführer
# Frühstück und Abendessen
# diverse Ausrüstungsgegenstände (siehe Liste auf der oben angegebenen Webseite; bei 2-Tages-Biwaktour gucken); andere Gegenstände sind selbst mitzubringen (siehe Liste)
# einmalige Erfahrung!!! spannendes Erlebnis!!!

Kosten:
# CHF 395 für Erwachsene (bis 19 Jahre nur CHF 275)
# Fahrtkosten im privaten PKW; Benzingeld wird geteilt

 

Anmeldung und Infos bei Ralf .

 

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Wenn Du möchtest, dann lässt Du Dich in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen. Du erhältst dann unverbindlich die detaillierten Einladungen zu ALLEN unseren Veranstaltungen mit genauen Zeiten usw. per E-Mail zugeschickt.

 

UND SO WAR’S:

 

6 Abenteurer haben sich zusammen mit dem sehr kompetenten und professionellen Höhlenführer Martin (auf den Bildern der Nette mit dem Schnauzbart und blaugelbem Overall) auf den Weg in die Unterwelt gemacht. Bei Eiseskälte und strahlend blauem Winterhimmel trafen wir uns zunächst am Vormittag im Restaurant Hölloch mit unserem Führer, wurden mit Overalls, Helm, Lampen, Gummistiefeln und Klettersteigsets ausgerüstet und marschierten dann das kurze Stück bis zum Höhleneingang.

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Schon bald hatten wir den kleinen ausgebauten Teil hinter uns gelassen – und dann ging die Kletterei, Krabbelei und Kriecherei los. Mal gings durch Schlamm, dann wieder über steile Sandhalden, über Felsen und Felstufen hinauf und hinunter. Besonders üble Stellen wie die 35m hohe „Böse Wand“ waren durch eine Leiter oder mit Seilen etwas gesichert. Nachdem „Keller“, „Seengang“ und „Riesensaal“ passiert waren erreichten wir nach etwa 4 Stunden das „Dombiwak“.

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Dort im „Dombiwak“ ließen wir unsere Ausrüstung zurück und marschierten nach kurzer Vesperpause los, um die „Galerie des 1001 Nuits“ zu erkunden. Und es war wahrhaftig wie in einer Wunderwelt aus 1000 und einer Nacht! Wir erreichten sie über den „Domgang“, „Himmelsgang“ und „Salle Anglaise“ mit „Rüebli“, einem schön karottenrot gefärbten Stalaktiten. Danach wurde es richtig eng und anstrengend! Meist ging es nur kriechend durch die enge Galerie, an der einen oder anderen Stelle passte man gerade eben so durch, eine bemerkenswerte Erfahrung! Aber wir wurden für unsere Mühen mit wunderschönen Stalagmiten, Stalaktiten, spiegeleiartigen Sinterformationen und sogar mit Höhlenkegeln belohnt. Spät abends erreichten wir wieder nach zwei haarsträubenden Kletterpassagen und unzähligen zu durchkriechenden Löchern unseren Biwakplatz. Nachdem wir unsere völlig nassgeschwitzten Sachen gegen trockene getauscht hatten, gab es ein oberleckeres Chäsfondue so richtig nach schweizer Art. Irgendwann nach Mitternacht fielen dann alle müde in ihre Schlafsäcke.

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Etwa gegen 8.00 gabs am nächsten Morgen ein reichhaltiges Frühstück und schon zogen wir wieder los. Diesmal wollten wir zuerst den „Wasserdom“ erkunden. Dieser entpuppte sich zur Abwechslung mal als wirklich riesige Halle mit einem rauschenden regenartigen Wasserfall, der irgendwo aus dem Nirgendwo der endlos weit entfernten Hallendecke entsprang.

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Dann machten wir uns auf den Weg ins „Höllental“, einem wunderschönen Gang mit dunklen, glatt polierten Felsen mit einem kleinen Bach und zahllosen wunderschönen Tropfsteinformationen. Danach gabs wieder die schon übliche Mischung aus heftiger Kletterei, einer Strickleiter und einigen Kriechpassagen bis wir wieder das „Dombiwak“ erreichten. Nach kurzer Pause mussten wir unsere Sachen zusammen packen und wieder den Rückweg durch den „Hauptgang“ antreten.

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Gegen 17.00 erblickten wir dann wieder (um einige Erfahrungen reicher) das Licht der Welt und sind dann mit unserem Führer Martin, der uns die ganze Zeit sehr umsichtig und interessant durch Dick und Dünn (im wahrsten Sinne der Worte) geleitet hatte noch lecker im Restaurant Höloch essen gegangen. An dieser Stelle sei ihm nochmals herzlich gedankt. Für uns war das ein physisch und mental außergewöhnlich anstrengendes aber dennoch oder vielleicht auch gerde deswegen ganz tolles und erlebnisreiches Wochenende, das uns nicht nur als Gruppe zusammen geschweißt hat sondern an das wir uns noch lange erinnern werden. Ein jeder hat nun soooooo viele Geschichten zu erzählen….

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