Regenbogenkino PARADA

Datum/Zeit
29.03.2013
22:00

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Das OGays-Regenbogenkino zeigt heute:

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PARADA (Serbien/Kroatien 2011; Tragikomödie; Regie Srdjan Dragojevic ; FSK ab 12 ; ca. 115 Min.)

 

Ort: Forumkino, Hauptstr. 111, 77652 Offenburg

Karten sind ca. 2 Wochen vorher reservierbar unter www.forumoffenburg.de

Eintritt: €6,- (bei Vorlage der Eintrittskarte gibt’s im Tabu alle Getränke an einem Abend außer samstags um €1,- günstiger!)

Startzeit 22.00

Ab ca. 19.00 Infostand von OGays e.V. im Kinofoyer! Schau doch mal vorbei!

Inhalt:

Mirko träumt davon, mit seinem Partner Radmilo die erste Schwulenparade in Belgrad auf die Beine zu stellen. Doch auf dem heute auch in der Realität immer noch extrem homophoben Balkan werden sie und ihre Freunde von Neonazis und Nationalisten bedroht und die Polizei hilft auch nicht weiter. Da tritt unerwartet ein seltsames Paar in ihr Leben: der Ex-Kriminelle und Kriegsveteran Lemon, Eigner einer Sicherheitsfirma, und seine extravagante Braut Pearl. Zufällig kann Radmilo, der ein erfolgreicher Tierarzt ist, das Leben von Lemons Pitbull retten. Umgekehrt wollen Lemon und Pearl sich von Mirko, der eine Agentur für kitschige Hochzeitsarrangements betreibt, den schönsten Tag in ihrem Leben gestalten lassen. Doch damit hat sich Mirko zwei wahre Alptraum-Kunden eingehandelt, der Versuch, die Hochzeitsfeier zu organisieren, endet in einem Desaster.

Um seinem Freund sowohl mit der Schwulenparade wie auch beruflich zum Erfolg zu verhelfen, bietet der verzweifelte Radmilo Lemon einen Deal an: Lemons Sicherheitsfirma soll die Parade vor Neonazis schützen und im Gegenzug wird Mirko seiner Hochzeit doch noch zum Erfolg verhelfen. Als Lemons Angestellte erfahren, dass sie Schwule beschützen sollen, kündigen sie. Derart in die Enge getrieben erinnert sich Lemon seiner alten Feinde aus dem Jugoslawienkrieg und begibt sich auf eine Rekrutierungsfahrt durch Ex-Jugoslawien. So schließen sich ein Kroate, ein Bosnier und ein Albaner seiner Mission an. Doch die größte Herausforderung soll der illustren Truppe noch bevorstehen …

PARADA erzählt erstaunlich locker und komisch eine Geschichte von höchster Brisanz. Der Hass und die Gewalt, die den Schwulem im Film (und in der heutigen Realität auf dem Balkan) entgegen schlagen, ist so erschreckend, dass man froh sein kann, das Ganze nur in Form einer Komödie zu erleben. Deren Witze zünden aber trotz aller Tragik immer an den richtigen Stellen und die allesamt etwas überzeichneten und skurrilen Figuren, die auf den ersten Blick aus einem Schwulenfilm vergangener Tage entsprungen zu sein scheinen, geben der Dramatik der Geschichte das nötige Gegengewicht.

Teddy Award: „Der Film ist ein Blick auf schwules (Über-)Leben in Serbien und ein Streifzug durch eine immer noch angeschlagene, zerrissene Gesellschaft, deren Fronten sich noch Jahre nach dem Krieg ziemlich erstarrt gegenüberstehen. Und wie es sich für eine richtige Komödie gehört, schwebt die Tragik der Wirklichkeit über der turbulenten Handlung.“

62. Berlinale – Panorama Publikumspreis

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UND SO WAR’S: 60 Zuschauer, Notendurchschnitt 1,73